So sieht mein Solus-Desktop mit Budgie aus. (Bild von mir)
Meine Linux-Reise begann 2004, als ich von Windows auf Mac umgestiegen bin. Ich hatte damals schon genug von Windows und wollte für mein Studium aber ein ausgereiftes OS. Schon davor habe ich aber immer mal wieder Linux getestet und mit Linux geliebäugelt.
Damals war ich noch Team Gnome. Aber mit Gnome 3 habe ich das Team verlassen und mich nach anderen Desktops umgesehen. Mate bot sich da an und auch Cinnamon fand ich spannend. Xfce und LXDE waren nicht so meins. Einzig KDE hatte ich nicht so richtig auf dem Radar.
Als ich dann 2025 Linux auf meinem MacBook Pro 13“ (Jg. 2012) installiert habe, stellte sich die Distro- und vielmehr die Desktop-Frage wieder.
Gestartet bin ich mit Fedora und KDE. Ich glaube, dank eines Tipps im Fediverse. Fedora habe ich sogar in der Atomic-Version probiert und war davon schon begeistert. Und auch wenn ich persönlich die Atomic-Version als zukunftsweisend ansehe, ist es stand heute, vielleicht noch nicht zu 100 % für den Produktiveinsatz zu empfehlen (auch eine Entdeckung die ich erst auf meiner Linux-Reise gemacht habe). Kommt aber natürlich auf die Nutzung an und ist vielleicht auch eher ein Gefühl von mir.
KDE hingegen ist ein wirklich mächtiger Desktop und ich denke, dass KDE für viele eine hervorragende Wahl ist. Mir persönlich war KDE aber dann zu mächtig. Ich mag es einfach. Was ich brauche, soll vorhanden sein, mehr aber auch nicht. Mich stressen so viele Optionen irgendwie.
Nun wünschte ich mir also eine KDE-ähnliche Oberfläche, die aber auf das Wesentliche reduzierter ist. Und da bin ich wieder dank eines Tipps aus dem Fediverse auf Budgie gestossen.
Ich hatte Solus mit Budgie installiert und war sofort vom Desktop begeistert. Man kann Budgie sehr individuell einrichten, aber trotzdem ist er nicht überladen und auch alle Menüs sind sofort klar und verständlich. Schnell war klar: Budgie soll es sein. Bei Solus war ich mir aber noch nicht so sicher. Ich liebe Rolling-Release, und gerade so, wie es Solus macht, einmal pro Woche getestete Updates, finde ich genial. Andererseits ist man von der Softwareauswahl her schon auch ein wenig eingeschränkter. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass das Gras auf der anderen Seite des Zauns grüner ist.
Und so habe ich Fedora mit Budgie probiert (normal und auch als Atomic Version), Gecko Linux (openSUSE Tumbleweed) mit Budgie und Ubuntu mit Budgie. Und jedes mal war ich ein wenig enttäuscht, denn nie war Budgie auch nur im Ansatz gleich gut im System integriert wie bei Solus. Wenn, dann war es bei Ubuntu noch am Besten. Aber auch dort hatte ich nicht den gleich runden Eindruck. Es ist schwierig zu beschreiben und sicher auch ein sehr individueller Eindruck, aber nur unter Solus wurde Budgie mein Desktop, mit dem ich arbeiten möchte.
Ja, und so läuft nun auf meinem MBP wieder Solus mit Budgie und es fühlt sich einfach wie nach Hause kommen an. Home Sweet Home.
Vielleicht denkst du jetzt: «Schön für dich», aber was kann ich aus diesem Text mitnehmen? Hier drei Punkte für dich:
- Mach deine eigene Linux-Reise.
- Ein Desktop, der dir auf einer Distro gefällt, muss dir nicht auch auf der nächsten Distro gefallen.
- Darum: Mach deine eigene Linux-Reise.
Schreib mir doch, bei welcher Distro und welchem Desktop du dich zu Hause fühlst.
Oder falls du noch auf deiner Linux-Reise bist, wo du schon überall einen Zwischenstopp eingelegt hast.
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